Alexander Proissl, Metalroxx website [Germany]:

Aus Litauen erreicht uns diese Tage ein Werk der Band SOUL STEALER. Sie gründeten sich 2003 wobei sie vorher als Soul Brothers „bekannt“ waren. Die Band gab dem Album den Namen „Soul stealer“ und hoffen auf positive Reaktionen aus Deutschland. Bei ihnen zu Hause, ist laut eigner Aussage die Heavy Metal Szene wieder am wachsen. Na so etwas muss man doch unterstützen, oder?
Der erste Song „Viskas, kas turi Pradzia...“ beginnt erstmal mit schrillem Gesang, der durch Mark und Bein geht und aus ungeahnten männlichen Höhen kommt. Schön untermalt wird das Ganze von Keyboards die den mittelschnellen Titel in epische Gefilde führt. Um was es hier geht kann ich euch leider nicht verraten, da ich der baltischen Sprache nicht mächtig bin. Leser meiner Reviews kennen das Sprachproblem eines anderen Reviews ja ganz genau.Grins!
Weiter geht es mit „Padek Isnykti...“. Und nein, meine Hand ist nicht irgendwie auf der Tastatur ausgerutscht oder so. Der Song heißt halt mal so. Musikalisch ist dieser Titel vor allem bei den Keyboards ziemlich einfach gestrickt. Auffällig gut klingt der zum Teil mehrstimmige Gesang. Die Melodien laden zumindest zum mitnicken ein, da mitsingen etwas schwer fallen dürfte. Kann es sein, dass man vielleicht etwas litauische Folklore mit eingebaut hat?
Mit „The reaper“ kommt auch endlich mal ein Titel, unter dem man sich beim lesen ja schon so einiges vorstellen kann. Die Keyboards klingen des Öfteren ziemlich passend, wie auch das gute Solo. Das Englisch klingt auch sehr akzentfrei, wobei mir gleich die Frage in den Kopf schießt, warum man wenn man im restlichen Europa sich verbreiten will, nicht alles auf Englisch macht?!?! Wär zumindest eine Überlegung wert. Andererseits trieft der Titel nur so vor Klischees...aber naja...Musikalisch klingt das alles aber ziemlich gut. Es folgt „Brolis uz Broli“. Wenn man von der Stimmung der Musik und des Gesanges ausgeht, wird hier etwas Fröhliches besungen. Oder etwas Großartiges, da es mit Soundeffekten sehr theatralisch hochgepuscht wird und auch im Gesamten wieder sehr episch klingt. Man kann sich in Sachen Thema ja auch total irren – man weiß es nicht. Halt! Ich glaube ich höre da sowas wie :“Mama“? Hmm...Trotz allen Rätseln klingt es zwar nicht schlecht, aber langsam kommt der fade Beigeschmack, alles schon vor Jahren schon einmal gehört zu haben.
Schnell weiter zu einem weiteren englischsprachigen Titel namens „Vampire woman“. Und man hört wieder den ewig hohen Gesang, der einen in den Wahnsinn treiben kann. Dannach wird’s ruhig und es geht mit sanftem Gesang und Akustikgitarrenklängen weiter. Dannach steigert es sich endlich einmal zu einem wirklich guten Metalsong und es ist vor allem ist er bis jetzt, der weitaus beste Track des gesamten Albums. Hier stimmen die Melodien und der Gesang. Störend sind die kurzen Keyboardtöne, die einfach so mal erscheinen. Richtig heiter scheint es bei „Dar nevelu“ zu zu gehn. Der bahnbrechende Schrei am Anfang ist auch wieder da. Auch hier werde ich wieder mit einer eingängigen Melodie verwöhnt und der Song ist laut Inlay ziemlich einfach gestrickt, und besteht aus lediglich um die 40 verschiedenen Wörter. Der Refrain bohrt sich musikalisch wie auch textlich in meinen Gehörgang obwohl ich nix versteh. Klingt lustig und der Titel ist auch tanzbar. Ich finde ihn wahnsinnig gut. Grins!
Es folgt „Be sparnu“. Zu Beginn klingt das erhabene Keyboardspiel etwas nach Nightwish. Es ensteht ein ziemlich guter Metalsong, der vor allem durch seine Stimmung getragen wird. Klasse, geht doch! Mit „Liudesio Miestas“ kommt die Ballade, die man, wenn man ehrlich ist, auf fast jedem Heavy Metal Album erwartet. Sie ist sehr stimmungsvoll und klingt voller Emotionen. Geniale Ballade, vor allem weil auch das Solo extrem gut klingt und Klavierklänge sorgen für das i-Tüpfelchen an Stimmung.
Von Anfang klingt „Plastake“, wie sich ein Heavy Metal Track einfach anhören muss. Hier ist alles vertreten, was so ein Titel haben soll. Vor allem eine Melodie die sich in den Gehörgang frisst. Und die ist hier vorhanden genau wie beim letzten Song „Too heavy“ der seinem Vorgänger in nichts nachsteht und endlich auch mal wieder in einer Sprache verfasst ist, die man weitaus eher versteht – obwohl die Klänge, welche gut und gerne an eine osteuropäische Hochzeit erinnern, selbstverständlich auch hier nicht vernachlässigt werden.
Musikalisch haben SOUL STEALER kein schlechtes Album abgeliefert. Doch wie oben bereits erwähnt, sollten sie um im restlichen Europa eine Chance zu haben, ihre Texte in Englisch verfasst werden. Da ich ja Heimatverbundenheit gut finde, können es auch mal 2 Songs oder so in ihrer Landessprache sein. Hier hat man aber bei weit über der Hälfte der Lieder keine Ahnung, um was es überhaupt geht. Das finde ich schon etwas schade. Des Weiteren ist ihre Musik leider bei zu vielen Songs nicht mitreißend genug, welches ich ziemlich schlecht finde, da einfach zu oft der Widererkennungswert fehlt. Heavy Metal Fans die auch den Underground abgrasen dürfen aber gerne ein Ohr riskieren, denn 3-4 gute bis sehr gute Lieder hat auch dieses Album! [3 / 5]

 

Birutė, Ferrum website [Lithuania]:

Ką gi, buvę sielų „broliai“ nutarė jas „vogti“. Kaip kad „Eurovizijos“ konkursas „nuvogė“ Jeronimą. Tačiau tai nesutrukdė SOUL STEALER (SS) išleisti grupės vardu besivadinantį albumą, kurio apžvalga čia, jūsų dėmesiui.
Kelis kartus perklausiusi šį diską, vis tik pasigedau tam tikro jo idėjinio ir muzikinio vientisumo. Pirmas įspūdis – tarsi kūriniai būtų kažkaip chaotiškai surankioti ir sudėlioti. Lietuviškų ir angliškų kompozicijų kaitaliojimasis nėra taip jau blogai, tačiau tai irgi kažkiek blaško. Bet tikriausiai esminė priežastis, kodėl taip yra – daugelis SS kūrinių jau girdėti koncertuose ir kone mintinai žinomi. Muzika, žinia, balansuoja tarp power ir heavy metalo, čia netrūksta ne tik melodingumo, bet ir griežtesnių intonacijų. Kadangi mūsų scenoje tokio stiliaus komandų negausu, albumas vis tik vertas dėmesio.
Labiausiai „užkabinęs“ gabalas būtų „The Reaper“. Nors šis toks poweriškai nugludintas, tačiau gana galingai ir techniškai skambantis. Pats ilgiausias diske ir reikalaujantis gero įsiklausymo. Be to, įvairus ir tikrai įdomus. Na, patraukia dėmesį ir „Brolis už brolį“, tačiau ši daina vietomis skamba pernelyg „obtestiškai“, nors gitarų rifai labai patrauklūs. Gal tuo nereikia per daug stebėtis, abejose grupėse groja tas pats Enrikas, gitarų partijoms uždedantis ryškų savo braižą. „Vampire Woman“ – hito pavyzdys, saldokas ir ilgainiui galintis pabosti gabaliukas. Žinau žinau, „gyvai“ jis „sueina“ puikiai, bet štai klausantis disko ilgainiui ima įkyrus noras šią vietelę tiesiog „peršokti“. Na, nebent dar kartą paklausyti gerų klavišinių partijų...
Dėmesio vertas ir „Be sparnų“, bent jau perėjimais nuo romantiškų motyvų iki gana nuožmaus skambesio ir greito ritmo. Taip pat išskirtinas lyriškasis „Liūdesio miestas“, skirtas savotiškam atsipalaidavimui. Čia gerai dera gitaros ir klavišinių partijos, nors vietomis ausį rėžia aukštas ir pernelyg šaižus vokalas. O „Too Heavy“ savotiškai apvainikuoja visą albumą, nes jis irgi įvairus, gerai sukomponuotas, techniškas. Ir atsitik gi taip, kad vis tik geriausiai, bent jau man, „Soul Stealer“ skamba būtent angliški kūriniai.
Kaipgi neaptarsi vokalinės linijos, kuri kitame kontekste tiek išnarstyta ir apkalbėta? Kaip bežiūrėsi, Jeronimo vokaliniai duomenys gana išskirtiniai, bet balsą lavinti dar tikrai yra kur. Panašu, kad dabar jau esama neblogos „mokyklos“. Linkime nesusigadinti balso stygų!
Kad jau „Soul Stealer“ pristatomas drauge su OBTEST „Gyvybės medžiu“, reikia pasakyti, kad jis pastarajam nusileidžia įrašo kokybe ir tuo, kad yra kažkoks „išblaškytas“. Tuo tarpu abiejų diskų apipavidalinimai patrauklūs, „neperkrauti“ vaizdais ir spalvomis. Ir medžių abejuose esama... O SS prieš akis dar ilgas kūrybinis laikotarpis, svarbu geras potencialas, o jis tikrai yra. [8 / 10]

 

Monika Braun, Aberration website [Germany]:

Soul Stealer aus Litauen widmen sich dem melodischen Heavy Power Metal und haben in ihrem Heimatland wieder Interesse fuer diesen Stil geweckt. Der Sänger könnte Euch auch bekannt sein, da er fuer sein Heimatland beim diesjährigen Eurovision Contest in Serbien mit einer etwas Musical-artigen Schmalz-Ballade angetreten ist. Wie auch immer, erfreulicherweise ist die CD purer Metal. Gerade die straighteren Songs und Parts ueberzeugen. Sind schön stimmig. Teils will man aber etwas zu viel bei leicht progressiven Ausfluegen und auch an den Harmonien kann man ab und an mäkeln. Schön ist aber, dass man fast ausschliesslich die Songs in der Heimatsprache präsentiert, was interessant klingt. Insgesamt nicht so schlecht und hat auch einen Exotenbonus. [3 / 5]

 

Ramūnas Zilnys, Lietuvos Rytas [Lithuania]:

Jeronimo Miliaus grupė „Soul Stealer“ neslepia, kad išleisti šį albumą pagaliau prisiruošė suvokusi, kad dėl vokalisto dalyvavimo Eurovizijoje dėmesio tikrai turėtų sulaukti ir jo pagrindinė „darbovietė“.
Pirmas dalykas, kurį būtina žinoti prieš perkant šį diską, – jame tikrai nėra nieko panašaus į dainą „Nomads In The Night“. Jeronimo balsas čia skamba visai kitaip nei Eurovizijai skirtoje baladėje – dainavimo manieroje nėra jokių užuominų į operos ar miuziklo įmantrybes.
Jei tai jūsų neatbaido, dešimties dainų albumas turi pakankamai žavesio, kad sudomintų bent jau metalo gerbėjus. Karštligiškai beriamos gitaros natos, ritmų kaita dainų viduryje, dramatiškas lyg prie giljotinos atsidūrusio Jeronimo vokalas, mistika ir svarstymais apie gyvenimo prasmę apgaubti tekstai – visa tai gal ir nėra labai originalu, bet nenusižengia geroms sunkiosios muzikos tradicijoms. Jokio flirto su elektroniniais ritmais, kurį dabar vis labiau mėgsta užsienio metalistai, – „Soul Stealer“ mano, kad tobulas metalo skambesys jau išrastas, ir griežtai laikosi jo taisyklių.
Klausantis nuo pradžios iki pabaigos, albumas gali pasirodyti vienodokas – iš bendro „grojam, lyg mus purtytų elektra“ konteksto išsiskiria tik baladė „Liūdesio miestas“, kurią gal surizikuotų transliuoti ir komercinis radijas. Visa kita greičiausiai patiks tiems, kurie mielai klausosi „Iron Maiden“ ir kitų metalo legendų. O tai jau nėra blogai. [3 / 5]

 

RS, Rock Underground website [Brazil]:

Este e o aperfeicoado debut auto-intitulado full-length do Soul Stealer. Esta marca tambem o inicio de uma cooperacao com a musica pesada com o selo lituano Ledo Takas Records. O album tem uma duracao de 57 minutos e composto de dez composicoes. A banda faz Power Metal, num verdadeiro orgulho ao seu pais de origem, tambem a Lituania. A banda vem da cidade de Vilnius e ja era tradicional localmente conhecida anteriormente como Soul Brothers. Desde sua formacao em 2003, a banda foi crescendo em popularidade em seu pais, bem como nos vizinhos Letonia e Estonia. Eles ganharam destaque na competicao da Eurovision de 2008, este ano realizada na Servia (uma especie de Eurocopa do Rock, realizada todos os anos e movimentando multidoes, tendo o Lordi como um de seus vencedores em 2006). A banda conta com o guitarrista Enrikas, que fez parte do famoso Obtest, a banda mais famosa de la e a mais conhecida fora de seu pais (uma especie de Sepultura letao). Tudo isso tras ainda mais tempero a sua musica. As letras na lingua local e natal, poucas delas sao em ingles (o que ajuda) e a banda tem tudo para estourar mundo afora! Destaque para Viskas, kas turi Pradžią..., Brolis už Brolį, Liūdesio Miestas e Plaštakė. Por pareca que incrivel, as musicas em letao ficaram mais legais que as em ingles mesmo! Que nem se tem falado no pais deles: NWOLHM! Ou, New Wave Of Lithuanian Heavy Metal! [8 / 10]

 

Walter Scheurer, Power Metal.de website [Germany]:

Auch bei SOUL STEALER ist wohl zunächst einmal Exotenalarm angesagt, stammt das Quintett doch aus dem bislang noch nicht unbedingt für Metal-Exporte berühmten baltischen Staat Litauen und hat noch dazu einen Großteil seiner Songs mit Texten in der Muttersprache versehen.
Diese ungemein melodische Sprache passt perfekt zu der nicht minder melodischen und eingängigen Metal-Variante dieser Truppe, die einst als SOUL BROTHERS begann und unter diesem Banner im Großraum ihrer Heimatstadt Vilnius durch unzählige Gigs auch reichlich bekannt werden konnte. Seit der Umbenennung hat das Quintett zwar noch nicht unbedingt als Band aufhorchen lassen können, sehr wohl aber zumindest Sänger Jeronimas Milius. Dieser junge Mann hatte nämlich die Ehre Litauen heuer beim "Eurovision Song Contest" zu vertreten. Dort schaffte er es zwar mit dem Titel 'Nomads in The Night' nicht ins Finale, doch zumindest in der Heimat konnte er sich, seine Stimme, und wohl auch seine Stammband sehr wohl ins Gerede bringen.
An sich müsste es aber auch völlig ausreichen, SOUL STEALER und deren selbstbetiteltes Debütalbum zu kennen, um die imposante Stimme von Jeronimas zu schätzen zu wissen. Der Kerl vermag mit seiner mittelhohen und ungemein ausdruckstarken Stimme die Kompositionen seiner Formation perfekt in Szene zu setzen, schafft es aber ebenso auch, in englischer Sprache für Akzente zu sorgen. Die Musik der Jungs basiert auf zumeist sehr flottem, kraftvollem, aber immerzu melodiösem Metal, der jedoch zur Gänze kitschfrei ausgeliefert wird und der nicht zuletzt durch die Tatsache, dass mit Gitarrist Enrikas Slavinskis und Keyboarder Vytautas Diskevicius zwei Flitzefinger im Line-up sind, auch einen dezenten neoklassischen Anstrich verliehen bekommen hat.
In erster Linie aber dominiert auf "Soul Stealer" die traditionelle Schule, wobei mir vor allem SONATA ARCTICA und die frühen STRATOVARIUS als Vergleiche einfallen. Zusätzlich wissen die Litauer aber auch mit brasilianischen und italienischen Passagen (ihr wisst bestimmt, wen ich damit meine) ihre Tracks auszustatten und liefern eine gut gemachte, ebenso fein arrangierte, aber dennoch griffige Melange ab.
In Summe kommen die Tracks wirklich gut aus den Boxen, nur gelegentlich wirkt die Chose dann doch ein wenig zu fröhlich, aber das soll niemand davor zurückschrecken, sich mit dieser Formation auseinanderzusetzen, denn SOUL STEALER offerieren ihre Musik nicht nur mit unglaublichem technischen Können, sondern zudem auch mit immenser Spielfreude und sind obendrein auch im Stande, diese fabulös an den Zuhörer zu vermitteln.
Anspieltipps: Padek Isnykti..., Dar Nevelu, Too Heavy

 

 

Radio airplay:

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